Zeitlicher Verlauf

Die fünfte Jahreszeit beginnt traditionell am Dreikönigstag, 06. Januar. Seit dem 19. Jahrhundert finden in vielen Gegenden (hauptsächlich in den Hochburgen Köln und Düsseldorf) zusätzlich am 11. November, ab 11:11 Uhr einzelne Veranstaltungen statt, zu denen insbesondere die Vorstellung des Prinzenpaars gehört.  Hintergrund ist, dass auch das Geburtsfest Christi bereits kurz nach dessen Fixierung im Jahr 354 eine vorangehende 40-tägige Fastenperiode vorsah, vor deren Beginn man – wie vor Karneval – ebenfalls die später verbotenen Fleischvorräte aufzuzehren pflegte (Gansessen am 11. November, dem Martinstag).

Jedoch bleibt dann die Zeit zwischen November und 5. Januar auch in den Hochburgen entlang des Rheins weitgehend karnevalsfrei. Der November gilt allgemein als „Trauermonat” und dann folgt die besinnliche Adventszeit. Deshalb ist auch der Begriff Saisoneröffnung am 11.11. irreführend. Richtig los geht es in den entsprechenden Regionen also erst am 06. Januar.

Den Höhepunkt erreicht die Saison dann mit dem „Schmotzigen Donnerstag bzw. Altweiberfasching, über Faschingssamstag bis zum Aschermittwoch. In der Nacht zum Mittwoch endet Punkt Mitternacht der Karneval . In vielen Gegenden gibt es die Tradition, das am Dienstagabend, spätestens aber um Mitternacht eine Strohpuppe symbolisch verbrannt wird. Sie steht für alle Laster der karnevalistischen Tage. Der Name Fastnacht bezeichnete ursprünglich nur den Dienstag vor Aschermittwoch.

Das Datum des Aschermittwoch liegt immer 46 Tage vor dem Ostersonntag, der am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühjahr gefeiert wird.

Nach dem gregorianischen Kalender liegt der Ostersonntag immer zwischen 22. März und 25 April. Somit variiert auch der Zeitpunkt der Fastnacht im Kalender innerhalb einer Spanne von 35 Tagen. Vor dem Ostersonntag dauert die Fastenzeit 40 Tage. Damit käme man auf den Dienstag in der 6. Woche vor Ostern. Nach dem Konzil von Benevent (1091) wurden zusätzlich die Sonntage aus der Fastenzeit ausgeklammert und der Beginn der Fastenzeit deshalb sechs Tage vorverlegt auf den Mittwoch der 7. Woche vor Ostern, den Aschermittwoch.

Der früheste Termin für den Aschermittwoch ist somit der 4. Februar, der spätmöglichste ist der 10. März. Es gibt also ursprünglich die „alte Fasnet”, die nach dem Aschermittwoch (neue Fasnacht) beginnt. Die alte Fasnet (Bauernfastnacht) wird in manchen Orten Süddeutschlands und speziell in der Schweiz gefeiert. Daher kommt zum Beispiel auch der schwäbische Spruch: „Daher kommen wie die Alte Fasnet”, das heißt zu spät kommen, immer hinterher sein.

Die Bezeichnung Aschermittwoch rührt von dem Brauch, in der Heiligen Messe am Aschermittwoch die Asche von verbrannten Palmzweigen zu segnen und den Gläubigen ein Kreuz aus dieser Asche auf die Haut zu malen. Die Bestreuung mit Asche gilt schon im Alten Testament als Zeichen der Buße.